5.2 - Jingle Balls Part 2

NORIO



       Es ist schwer, sich einzugestehen, dass es Leute gibt, ohne die man nicht leben kann.


     Und noch schwieriger ist es, dies solchen Leuten mitzuteilen, ohne dabei wie ein absoluter Schwachkopf rüberzukommen.
     In den sechsunddreißig Jahren, die ich jetzt hinter mir habe, hatte ich es exakt zweimal getan. Zweimal ohne Erfolg. Es scheint mein Schicksal zu sein, mich ausschließlich auf falsche Leute einzulassen. Besonders bitter wird die Erkenntnis, wieder versagt zu haben, wenn man bereits auf der Matte liegt.


     Heute tat ich es erneut. Ich sprang über meinen Schatten und sagte zu Daniel Seniq, dass ich ihn aus dem Gefängnis herausholen würde, sofern er dazu bereit wäre, für mich erneut - oder weiterhin - zu arbeiten.
     Wir saßen uns im Besucherraum gegenüber, an einem sehr alten, schmalen Tisch, umgeben von Wachen sowie einigen Knastinsassen mit ihren Verwandten. Ich bin schon zweimal hier gewesen, aber noch nie hatte ich den Raum so leer wie heute erlebt. Vorweihnachtliche Zeit. Liebe deinen Nächsten. Was auch immer.
     Daniel sprach mit mir nie ein Wort. Er saß nur da und starrte unbeteiligt einen unsichtbaren Fleck auf der Tischplatte an. Er machte sich nicht einmal die Mühe, mich anzuschauen, oder mir mit einem Nicken mitzuteilen, dass er mich verstanden hatte. Er ignorierte mich. Im Grunde genommen war ICH der Idiot, der sich dazu herabließ, den Mann aufzusuchen, der mich monatelang im Keller meiner eigenen Villa gefangen hielt und für mich sogar die Zukunft eines Sexsklaven eingeplant hatte. (Bizarr, aber letztendlich hatte er so einiges von mir gelernt, weswegen ich ihn bezüglich dieser Idee nicht verurteilen konnte.)


     "Ich brauche dich", sagte ich heute zu ihm. Diese Worte hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben benutzt; nicht einmal Tedd hatte sie je von mir gehört. Ich ging aufs Ganze, und als Daniel mir endlich einen finsteren Blick zugeworfen hatte, spürte ich, dass ich den richtigen Weg gewählt hatte.
     Dann erklärte ich ihm noch einmal, wieso ich ihn brauchte, wieso mein Imperium ohne ihn nicht funktionierte und mit jedem Wort, das ich zu ihm sagte, wurde mir selbst klar, dass er tatsächlich unentbehrlich für mich - für meine Arbeit - war. Er war 8 Jahre lang meine rechte Hand gewesen, er kannte mich und meine Geschäfte in- und auswendig, hatte Kontakte zu Leuten, deren Existenz mir nicht bekannt war; er machte seine Arbeit immer präzise, funktionierte wie ein Uhrwerk, kannte Antwort auf jede meiner Fragen.. Daniel hatte mein bisheriges Leben bestimmt und erleichtert, auf eine Art und Weise, die ich nie wieder so hinkriegen würde. Meine derzeitigen Assistenten (es waren 5, um genau zu sein, und alle waren sie mit ihren Aufgaben überfordert!) wollte ich für ihre Inkompetenz tausendmal am Tag in den Arsch treten. Sie zu töten und irgendwo im Wald zu vergraben, war nur noch eine Frage der Zeit..
     Ich KONNTE ohne Daniel nicht leben, ich konnte mein Leben nicht so weiterführen, wie ich es gewohnt war. Dadurch, dass ich es offen zugab, wies ich ihn auf meine größte Schwachstelle hin und ich sah, wie er die Mundwinkel für eine Sekunde zu einem Lächeln verzog. Dann, allerdings, drehte er den Kopf zur Seite und interessierte sich für eine Fliege, die auf einem der vielen vergitterten Fenster saß.


     Ich bot ihm Geld an. Ich war bereit, jeden Mann im Land zu bestechen, um Daniel aus dem Knast zu holen (immerhin war ich es, wegen dem er überhaupt hier war). Ich bot ihm sozusagen alles an.
     "Fick dich", antwortete er, während er sich aufrichtete, um in seine Zelle zurückzukehren. "Das, was ich wirklich will, willst du mir nicht geben. Komm wieder, wenn du dazu bereit bist. Dann reden wir."


     Er ging weg und ich rauchte daraufhin eine halbe Schachtel Zigaretten auf dem Flur leer, um nicht vor Wut durchzudrehen.

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    Nach dem Besuch bei Dan arbeitete ich noch einige Stunden, wobei ich mich mehr über meine Assistenten ärgerte, als ich tatsächlich Papierkram erledigen konnte. Erst irgendwann gegen 21 Uhr, als mein Magen nach etwas Essbarem verlangte, verließ ich mein Büro. Unten angekommen, gelangte ich schleppend zum Wagen, wo mein Chauffeur auf mich wartete.  
     "Herr Yagi, können wir noch eine Weile warten?" Kurtis Bajon, der Chauffeur, tippte wie besessen irgendwelche SMS auf seinem Handy. "Ich habe vor einer Stunde eine Vertretung beantragt, ihr neuer Chauffeur sollte jeden Augenblick da sein!"
     "Vertretung?" Ich runzelte die Stirn. "Hast du etwas wichtiges zu erledigen?" Kurt war mein Stammchauffeur und auch sonst bereit, für mich alles mögliche zu erledigen. Letztes Jahr hatte ich ihm den Auftrag gegeben, sich als Postbote zu verkleiden, und Tedd, der zu dieser Zeit noch bei Kou in dessen Wohnung im Japanviertel gewohnt hatte, seine Amazone-Bestellung zu liefern. Ich wollte sehen, ob Tedd immer noch wahllos alles mögliche unterschrieb, ohne es gelesen zu haben. Mit Kous Vertrag hatte er das damals schließlich gemacht. Wenn ja, wäre es für mich zu jener Zeit ein leichtes gewesen, ihm so nebenbei einen neuen Vertrag unterzujubeln. Allerdings hatte Kurt mir später berichtet, dass Kou über Tedd wachte und ihm keine Fehler erlaubte, sodass ich von diesem Vorhaben absehen musste. (Ich musste zudem auch die Frage nach dem Inhalt von Tedds Amazone-Bestellung herunterschlucken, um nicht noch bescheuerter rüberzukommen, aber der leichten Röte in Kurts Gesicht nach zu urteilen sind es wohl keine Geschichtsbücher gewesen.)

 

[Die Postbotenstory (oder KI-Akt-6.5) könnt ihr HIER lesen^^. Anm. der Autorin^^]

 

     Kurt verzog beleidigt das Gesicht. "Heute Morgen bat ich Sie, um 20 Uhr Feierabend machen zu dürfen, und Sie haben zugestimmt. Meine Cousine heiratet nächste Woche und heute ist der Polterabend. Ich bin sowieso schon spät dran."
     Ich erinnerte mich daran. "Ach ja, stimmt. Geh ruhig und amüsiere dich! Ich kann auch allein fahren!"
     Seine Augen leuchteten auf. "Danke, Herr Yagi!.. ähm.. Könnten Sie mich hinfahren? Es liegt auf Ihrem Heimweg!"


     Ich werde alt.
     Das wurde mir klar, als ich mich hinter das Steuer setzte und meinen Chauffeur in meinem eigenen Wagen durch die Stadt kutschierte.
     Kurt saß auf dem Rücksitz und zog sich um, er legte seine blaue Uniform ab und zog sich im Sitzen ein übertrieben buntes T-shirt, sowie eineweiße Hose an. Er fing meinen verdutzten Blick  im Rückspiegel auf und grinste etwas beschämt: "Heute ist Ladies' Night. Da wird getanzt, bis die Bude kracht. Ich hoffe, ich werde am Ende wenigstens die Hose anbehalten können."
     Noch bevor er den letzten Satz fertig sagte und mein Navi sich zu Wort meldete, wurde mir klar, dass ich mich gerade auf dem Weg zu einem Stripclub befand.


     Obwohl es schon später Abend war, bebte das Zentrum. Ich folgte nur mit Mühe den Navigationen des Navis durch die überfüllten Straßen. "Leicht" genervt war ich auch von Kurt, der mir von hinten professionelle Anweisungen erteilte, wann ich auf das Navi hören sollte und wann nicht. Ich überlegte kurz, irgendwo am Straßenrand zu halten, ihn zu erwürgen, in die nächstbeste Mülltonne zu werfen und abzuhauen. Leider war es alles andere als einfach, einen leeren Platz in der Nähe des Bürgersteigs zu finden..
     In der Straße, wo der Club sich laut Navi (und Kurt hinter mir) befand, sah es auch nicht besser aus, es war noch schlimmer. Alles war zugeparkt, die Straße von Frauen überfüllt, von 18 bis 75 Jahren war alles dabei, lachte, quatschte, kiekste.. Ein leichter Schüttelfrost überkam mich. Ich sah aus dem Fenster. Der Club hatte eine große "Ladies' Night!" Werbetafel aufgestellt, mit etlichen Herzen, Sternen und natürlich einem nackten Mann verziert.


     "Raus", sagte ich und Kurt sprang aus dem Wagen.
     "Tausend Dank, Herr Yagi!" lachte er. "Wollen Sie mit?"
     Ich warf ihm einen meiner gefährlichsten Blicke zu und hörte dann nur noch, wie er hastig die Tür an meinem Wagen zumachte.


     Zwei-drei Minuten musste ich warten, bis die Straße vor mir sich geleert hatte, damit ich ungehindert weiter fahren konnte. Ich folgte Kurt mit den Augen. Er rannte zu einer Gruppe Jungs, die ähnlich bunt gekleidet waren wie er und ihn ausgelassen begrüßten. Plötzlich zuckte mein ganzer Körper. Mein Ellbogen rutschte auf die Hupe und der Wagen gab einen lauten *töööööö*-Klang von sich. Zum Glück war es in dem noch lauteren Gewimmel auf der Straße nicht zu hören, und wenn ja, hatte keiner es beachtet. Ich erst recht nicht.
     Ich konnte die Augen nicht von der Gruppe Jungs lassen, zu der Kurt sich gesellt hatte, ganz besonders von einem von ihnen..

     Was hatte mein Chauffeur mit Ben zu tun? Und wenn Ben genauso bunt gekleidet war wie Kurt.. hieß das etwa.. ?
     Die Gruppe verschwand samt einigen Frauen im Club und mir fiel in dem Augenblick nichts besseres ein, als den nächstmöglichen Parkplatz zu suchen und ebenfalls zum Club hinüberzuhuschen.
     Ich war nicht nur alt. Ich war ein großer Hornochse.


     Ich wiederholte es für mich immer und immer wieder, aber meine Hüften zogen mich regelrecht zum Club; der Gedanke, Ben bei etwas versautem zu sehen, war stärker als mein Verstand..
     Ein "großer" Türsteher (er war definitiv kleiner als ich) in einer Bomberjacke versuchte, mich aufzuhalten, mit Worten: "Nur Frauen und Showacts!", aber als er den roten 500-Euroschein in meiner Hand erblickte, hieß es sofort: "Nur Frauen und Showacts und VIPs!"
     Ich ignorierte alle Frauen um mich herum, die mich prompt anzubaggern oder anzufassen versuchten. (Leider konnte ich nicht alle unverschämten Hände verscheuchen.) Bis ich im großen Saal war, musste mein Hintern ungefähr fünfzig Grapschern trotzen, die ich zähneknirschend zu erdulden versuchte. Mit Schrecken stellte ich wieder einmal fest, dass die Frauen um einiges respektloser und dreister sein können, als wir Männer. Als ich.
     Leider Gottes war auch der ganze Saal ausschließlich mit Frauen gefüllt, von den halbnackten Kellnern abgesehen. Ich steuerte direkt die Theke an und setzte mich auf einen Platz, der im Schatten verborgen war. Von da aus betrachtete ich den Club.


     In meinem ganzen Leben war ich vielleicht 3 oder 5 Mal in einem Striplokal gewesen, aber es sah so aus, als hätte sich in den ganzen Jahren nichts an dem Konzept geändert. Der Saal war riesig. Laut. Bunt. Überbelichtet. Ungefähr 6 verschiedene Tanzflächen, die sich weder in Größe, noch Ausstattung ähnelten (ob es sich dabei nun um eine Go-go-Stange, ein Sofa, oder einen simplen Stuhl handelte..), waren im Raum verstreut. Um jede Tanzfläche herum standen etliche Tische mit Sitzgelegenheiten (die by the way alle derzeit besetzt waren); es gab ca. 3 abgetrennte Bereiche für Privatkunden, einige Logen und zwei Außenterrassen. Überall wurden Frauen "bedient", wie es ihnen beherzte, doch obwohl die halbnackten Tänzer und Stripper auf jedem Podium mehr als nur ansehnlich waren, zog es meinen Blick nur in eine Richtung.
     Die Junggesellentruppe, die Kurt erwähnt hatte, war in einem der privaten Bereiche stationiert, ich erkannte sie an dem Durchschnittsalter der Frauen, sowie an der Art und Weise, wie sie feierten. Es waren vorrangig junge Leute dabei, zwischen 17 und 25 Jahren, die zukünftige Braut - Kurts angebliche Cousine - war deutlich zu erkennen, vor allem dadurch, dass sie mit Geschenken überhäuft wurde. Ich suchte mir einen geeigneteren Platz an der Theke, von dem aus ich einen ungehinderten Einblick in den Bereich hatte. Die Privatbereiche waren nur von dicken farbigen Glaswänden umstellt, sie hatten weder Türen, noch Vorhänge, was ich natürlich begrüßte.
     In den ersten 4 Stunden geschah nichts besonderes. Es wurde gefeiert, gelacht und getanzt, im gesamten Lokal, wohlgemerkt.. Erst später merkte ich, dass ich die ganze Zeit bei 3 jämmerlichen Flaschen alkoholfreien Bieres vergammelte und vermutlich deswegen die Stimmung im Raum nicht nachvollziehen konnte. Während ich meinen Cholesterinspiegel mit Erdnüssen in die Höhe trieb, die man an der Theke erwerben konnte (ja, ich musste dabei an Tedd denken, an ihn und an den Abend in der Midnight-Bar, als er dasselbe versucht hatte; wobei mich eine Putzkraft, die öfters mit einem Mopp an mir vorbei ging, extrem gereizt hatte), schüttelte ich ungefähr 75 Frauen ab, die von mir einen Drink verlangt hatten, und verscheuchte weitere 30 Frauen mit meinem Extreme-Rage-Blick, sodass ich gegen Mitternacht endlich meine Ruhe hatte. Ben hatte ich nur ab und zu erblickt und er hatte mich nicht gesehen. Jedesmal, wenn er den Privatbereich verließ, rutschte ich tiefer in den Schatten, damit er mich nicht bemerkte. Ich hatte keine Ahnung, wieso ich das tat. Vermutlich war ich gespannt darauf, was es mit seinem Aufzug auf sich hatte, denn er war genauso gekleidet wie Kurt - er hatte buntes, glitzerndes T-Shirt ohne Ärmel drauf und weiße Hose. Er war ziemlich sexy darin und ich nahm mir vor, dass er es später definitiv erfahren sollte..
     Irgendwann knurrte mein Magen erneut und ich hatte das Gefühl, dass das Geräusch genauso laut zu hören war, wie die Hupe meines Wagens am Abend.
     Ein junger schwarzhaariger Mann kam in dem Moment an die Theke. Er musste das Knurren gehört haben, weil er mich frech angrinste.
     "Wir haben auch eine Speisekarte, musst du wissen", meinte er. Er musste den Satz zweimal wiederholen, bis ich kapiert hatte, dass er an mich adressiert war.


     Ich schaute ihn müde an. Er sah sehr gut aus, groß, schlank, ganz in Schwarz. Auf dem Rücken seiner schwarzen Weste hatte er ein blaues Bügelbild mit der Aufschrift: ANJEL.
     "Gut", sagte ich. (Wenn du mich schon duzt) "Her damit."
     Er grinste weiterhin, bestellte sich Gin Tonic. "Aber die Küche macht um halb eins zu."
     Ein Blick auf die Uhr und ich war nur noch missgelaunt. Ein Uhr morgens..  Etwas anderes, als nachher zu McDonaldos zu fahren, blieb mir wohl nicht übrig. "Kann ich noch paar Nüsse haben?", fragte ich den Barmann. Der Idiot deutete es auf seine Weise und versuchte nun auch, mich anzubaggern.
     "Jederzeit, Honey!", sagte er mit einer süßlichen Stimme, die bei mir einen Brechreiz verursachte. "Kommst du mit nach draußen?"
     Ich ignorierte ihn und nahm mir die Erdnüsse selbst. Ich merkte nicht, dass der Mann in der Anjel-Weste zwischenzeitlich verschwunden war, erst als er mir einen Teller mit Kanapees vor die Nase platzierte, fiel er mir auf.
     "Hab's aus der Küche mitgehen lassen", sagte er und trank seinen Gin Tonic. "Geht aufs Haus, aber wir teilen! Ich habe nämlich auch Hunger!"


     Ich schluckte drei der Appetithäppchen hinunter. "Soll ich dir den Drink bezahlen?"
     Er lachte. "Nein, danke. Ich arbeite hier, bekomme das gratis.. Ich bin der D.J." Er nahm sich auch ein Häppchen. "Anjel."
     "Anjel." Es interessierte mich nicht, wie er hieß, oder was er machte, aber ich wollte nicht undankbar rüberkommen, nachdem er mir das Essen besorgt hatte. "Auch so edel und anmutig, wie die Engel?
     Anjel lachte. "Wohl kaum.. Eigentlich heiße ich Nathanjel, aber wen interessieren solche Kleinigkeiten, nicht wahr?"
     "Da hast du recht", sagte ich und in dem Moment war ich bereits undankbar geworden.


     Anjel wurde still, klaute mir daraufhin aber die letzten beiden Kanapees vom Teller. "Was machst du hier während einer Ladies' Night? Ich hab dich beobachtet, du sitzt die ganze Zeit hier und trinkst.. alkoholfreies Bier.."
     "Das geht dich nichts an", knurrte ich.
     "Wenn du es mir sagst, bringe ich dir noch was zum Essen!" grinste er weiterhin. "An Frauen bist du jedenfalls nicht interessiert, soviel habe ich schon mitbekommen. Oder bist du unglücklich verliebt?"
     Er hatte ein seltsames Leuchten in den Augen, sodass ich nicht mit Sicherheit sagen konnte, ob er nur scherzte, oder mich ernsthaft ausfragen wollte. Ich gab ihm keine Antwort, und dennoch brachte er mir fünf Minuten später noch mehr belegte Brötchen. Während ich aß, versuchte ich ihm zuzuhören und mich nicht allzu sehr auf den privaten Bereich zu konzentrieren, in dem Ben sich immer noch aufhielt. Anjel erzählte irgendetwas von einer Musikkarriere, die er anstrebte und ich fragte mich, ob er eine Ahnung hatte, wer ich war, oder ob er mich sogar ganz bewusst anvisiert hatte, um mich zu bestechen.. oder totzuquatschen.
     Plötzlich erklang aus dem Privatbereich der Polterabendgruppe eine sehr bekannte Melodie und mein Blick schoss automatisch in die entsprechende Richtung. Als ich das Lied erkannte, hörte mein Körper auf, mir zu gehorchen und ich fand mich am Eingang zu dem besagten Bereich wieder. Ich starrte wie bekloppt hinein und konnte die Augen nicht von der Vorstellung abwenden, die gerade im Gange war.


     "It's fun to stay at the Y.M.C.A! It's fun to stay at the Y.M.C.A! They have everything for young men to enjoy. You can hang out with all the boys."
     Alle Jungs mit den knallbunten T-Shirts (also inklusive Kurt und Ben) tanzten auf der Tanzfläche zu dem Partylied schlechthin, eine eingeübte, aber ziemlich schlechte Choreographie, welche lediglich im Chorus, oder Refrain, der ursprünglichen ähnelte, doch das war zu dieser Uhrzeit allen hier anwesenden Frauen egal. Im Gegenteil, die Tanzgruppe bekam für ihre "grandiose Leistung" einen Beifall, auf den sogar Tedd Jigsaw neidisch wäre. Sie mussten das Lied sogar erneut performen.


     Ben tanzte (oder hoppelte) mit. Ich musste mich sehr zusammenreißen, um nicht in Gelächter auszubrechen. Für einen kurzen Augenblick hatte ich die professionelle Tanzgruppe vor Augen, die ich für Tedds Revival-Tour aus Los Angeles engagiert hatte und fand deren Performance plötzlich dermaßen langweilig, dass ich zu dem Entschluss kam, das gesamte Tourkonzept komplett umzugestalten.
     "Y.M.C.A.!" brüllte Ben zu dem Playback, der aus der CD-Anlage kam, und wackelte so verführerisch mit seinen Hüften, dass ich sofort auf andere Gedanken kam. Licht ausmachen. Mir Ben schnappen. Schnell irgendwo in eine dunkle Ecke verschwinden. Ihm die Hose runterreißen. Und dann.. nur noch Ekstase erleben..
     "Y.M.C.A.!"
     Ich blieb unbemerkt am Eingang stehen und sah mir das ganze Programm an. Die Jungs hatten so einige Partylieder einstudiert, um die Frauen zu beeindrucken, sie waren sich für nichts zu schade oder albern genug;  sie tanzten und sangen alles, von Holzmichel bis     zu I will survive.. und die Weibchen himmelten sie dafür an, tanzten stellenweise sogar mit. Bei Eins Zwei Polizei wusste ich ganz genau, was ich als Polizist mit dem frechen Karatebengel anfangen würde..


     "Ich glaube, dein Handy klingelt", sagte Anjel, der mit einem neuen Gin Tonic neben mir stand und ebenfalls die Privatparty beobachtete. "Hey, wer ist der Kleine da, der mit den braunen Haaren?"
     Wenn ich gerade nicht nach meinem Handy getastet hätte, wäre ich Anjel sofort an die Gurgel gegangen, da ich der Meinung war, er meine Ben, tatsächlich sah ich aber, dass er Kurt beobachtete. Anjel lachte, als ich ihm sagte, Kurt sei mein Chauffeur.
     "Oha, so jung und schon so eine wichtige Aufgabe!"
     Er beobachtete ihn weiterhin interessiert und ich fischte endlich mein Handy aus der Hosentasche. Es war Kou. So spät in der Nacht? Was wollte er?
     Die Jungs fingen gerade an, You're my heart, you're my soul in einem House-stil zu performen, einige von ihnen holten sich schwarze und blonde Perrücken zur Hilfe, um ihrem Auftritt den richtigen Kick zu verleihen.. Ben, leider (oder zum Glück?), tat nichts der Gleichen, übernahm aber die unsichtbare Luftgitarre...
     Ich war sauer, dass Kou mich ausgerechnet jetzt störte und vermutlich hörte er das auch heraus. Er erzählte mir in aller Eile, dass er Tedd bei sich hatte - was mich mehr als verwunderte, denn ich hatte darauf gehofft, ihn auf Bens Weihnachtsparty zu treffen - und dass unser Vater von ihm verlangte, Tedd rauszuschmeißen - was logischerweise zu erwarten war. Die Jungs, insbesondere Ben, auf der Tanzfläche, lenkten mich aber ab, ich hörte nur die Hälfte davon, was Kou mir mitzuteilen versuchte. Ich verstand so viel, dass ich mich bei meinem Vater melden sollte, um ihn zu überreden, Tedd im Haus zu behalten. Klang durchaus annehmbar.


     "Ich schau, was sich machen lässt", sagte ich schnell, als ich sah, dass die Jungs ihre T-Shirts ausgezogen hatten. "Ich muss jetzt auflegen!" Kou erwähnte noch etwas mit einer SMS, bevor ich auflegte und das Handy ausschaltete.
     Ein äußerst interessantes Spiel fing an: Mädels gegen die Jungs. Dabei wurde jeweils ein Duo aufgestellt, ein Mädchen und ein Junge, die gleichzeitig, aber unabhängig von einander, auf der Tanzfläche ein Lied vortanzen mussten. Die Jury - also die angetrunkene Braut mit ihren nicht weniger beschwipsten Freundinnen -  urteilte dann über das jeweilige Können und Originalität der Darstellung mit einem lauten Gejohle. Wer mehr Jubel erntete, gewann das Spiel und das Verlierergeschlecht musste die nächste Runde zahlen.
     Nach drei Runden führten ganz klar die Frauen - auch deswegen, weil die Jungs so beweglich wie eine Holzplatte waren. Nun war Ben auf der Reihe. Er weigerte sich, wurde aber einstimmig auf die Tanzfläche geworfen. Seine Tanzpartnerin - oder Rivalin - hatte ich nicht beachtet, jetzt nicht und später, als Ben zu tanzen anfing, noch weniger.
     Ein Hut flog in die Luft und Ben fing ihn auf. Keiner wusste im Vorfeld, was für ein Lied für ihn ausgewählt werden würde, aber anhand des Hutes konnte ich es erahnen. Mein ganzer Körper spannte sich, als kurz darauf "You can leave your hat on" von Joe Cocker ertönte. Ben war am Anfang schockiert und schüttelte den Kopf, als Zeichen, er würde nicht mitmachen, aber seine Partnerin war bereits dabei, sich an einer der beiden Stangen zu wellen und zu biegen, was ihn offensichtlich doch dazu bewegte, das gleiche zu tun.
     Eins kann ich mit Sicherheit sagen. You can leave your hat on ist meiner Meinung nach das erotischste Tanzlied, das jemals komponiert wurde. Ich würde jedem die Beine abhacken, der sich zu dem Sexrhythmus dieses Songs nicht ordnungsgemäß bewegen sollte. Nach Bens chaotischem Gehoppel von vorhin erwartete ich nicht besonders viel von ihm.


     Er meisterte das Lied wie ein professioneller Stripper.

 

     Starr vor geballter Lust, die sich meiner seit der ersten Minute bemächtigte, in der er zu tanzen anfing, konnte ich während des gesamten Songs den Blick nicht von ihm wenden. Er setzte sich den Hut quer auf den Kopf, sodass er sein rechtes Auge bedeckte und blickte in die Runde mit einer Selbstsicherheit, als hätte er jeden hier im Raum flachgelegt. Er griff nach der Stange und spätestens ab diesem Moment war ich ihm restlos ausgeliefert. Er schlängelte sich um sie herum, presste sich gegen sie, von vorne, von hinten, von der Seite, er vögelte sie und ließ sich von ihr vögeln.. (ob er die Nummer von Tedd und seiner Sex-mit-der-Mikro-Vorstellung abgeschaut hatte?) Seine gebräunte Haut glänzte in der schwachen Beleuchtung so verführerisch, dass ich mehrmals schlucken musste. Dann fiel er auf die Knie und tanzte sich hoch, indem er seine Hüften und das, was von seiner Hose bewacht wurde, stolz dem Publikum präsentierte..
     Seine Partnerin blieb verwirrt stehen, sie tanzte nicht weiter, sondern beobachtete ihn. Irgendwann griff er nach ihr und tanzte an ihr weiter. Er benutzte sie wie die Stange vorhin und sie genoss es offensichtlich. Ich hasste sie in diesem Moment. Ich habe noch nie eine Frau gehasst, aber nun hasste ich dieses Mädel für die besondere Intimität, welche sie mit Ben erleben durfte.
     Ein tosender Applaus, der schon bald ertönte, ließ mich wieder zu mir kommen. Das Lied war vorbei, Ben, der gekürte und umjubelte Sieger, kam mit einer leichten Röte auf den Wangen von der Tanzfläche und grinste verlegen.


     Anjel neben mir pfiff ohrenbetäubend und klatschte mit. Dadurch erzwang er sich die Aufmerksamkeit der ganzen Gruppe. Ben schaute ebenfalls zu uns und erstarrte zu Stein, als er mich sah. Ich weiß nicht, was ihm in jenem Augenblick durch den Kopf ging, aber er lief komplett rot an, als ihm klar wurde, dass ich seinen Auftritt gesehen hatte. Er setzte sich auf einen freien Platz, und zwar so, dass er mich nicht sehen konnte und ich ihn ebenfalls nicht.
     "Hey, ich will noch den Chauffeur tanzen sehen!", beschwerte sich Anjel, als einer der Jungs uns aufgefordert hatte, den Raum zu verlassen, weil es sich nun einmal um eine Privatparty handelte. Ich versuchte die ganze Zeit, einen Blick auf Ben zu werfen, was mir nicht gelingen wollte. Ich registrierte aber, wie Kurt, der an der Reihe war, ebenfalls rot wurde, als er mich, seinen Arbeitgeber, erblickte, sowie Anjel neben mir, dessen Bemerkung an ihn adressiert war.
     Kurts Tanz sahen wir nicht mehr, da man uns keinen weiteren Blick in den Raum erlaubte. Ich hatte heute aber bereits mehr als genug gesehen und kehrte mit einem breiten Lächeln zurück zu meinem Platz an der Theke. Anjel folgte mir und bestellte mir einen Drink. Ich vergaß völlig, dass ich mit dem Wagen da war, und gönnte mir einige Gläser Bourbon, während ich an Bens Vorstellung von vorhin dachte.


     Anjel merkte, dass das Lächeln auf meinem Gesicht nicht verschwinden wollte. Er fing erneut an, mich vollzulabern. Dieses Mal wollte er mehr von Kurt wissen, ich schwieg jedoch eisern und stellte mir vor, wie ich zu einer Stange mutierte, die man in einem Striplokal montiert hatte, nur damit sich eines Tages ein gewisser Karatebursche an mir reiben konnte. So ein Leben als Go-go-Stange ist bestimmt nicht schlecht, dachte sich der Bourbon in meinem Kopf. Das machen wir!
     "Du hast ja einen Steifen", pfiff Anjel, als ich mich aufrichtete, um die Toiletten aufzusuchen und steigerte seine Frechheit, indem er mich einfach dorthin begleitete.
     Danach musste ich an die Luft. Der Alkohol und ich waren nie Freunde gewesen und die paar Appetithäppchen, die ich vorhin verdrückt hatte, konnten mich nicht satt bekommen, wodurch ich anfälliger für Alkohol wurde. Mein Busenfreund Anjel kam natürlich mit. Wieder einmal endete ich im Hinterhof einer Bar. So langsam kam ich zu der Überzeugung, dass das womöglich mein Schicksal war.
     Es war kalt, aber das tat mir gut. Binnen kürzester Zeit konnte ich wieder klar denken und ich sog die frische Luft mit tiefen Atemzügen ein. Anjel stand neben mir und beobachtete mich.
     "Du bist Norio Yagi, der Musikkaiser, nicht wahr?", sagte er nach einer Weile.
     Ich grinste tief in mich hinein. Ich hatte mich also nicht getäuscht. Dieser Mann wusste, wer ich war und hatte das ausgenutzt.
     "Falls du glaubst, dass ein paar belegte Brote dir eine Musikkarriere bei mir bescheren, täuschst du dich gewaltig", antwortete ich und rieb mir den Nacken, der etwas steif geworden war.


     Er zuckte mit den Schultern. "Ich wusste nicht, wer du bist, als ich mit dir die Brote teilte."
     "Ja, sicher nicht." Ich hatte keine Lust, mit ihm zu reden.
     Er steckte mir eine CD in die Manteltasche. "Vielleicht hast du aber dennoch Lust, dir meine Demos anzuhören!"
     "Schlag dir das aus dem Kopf. Ich -"
     Er hielt mir mein Handy und meine Brieftasche vor die Augen. "Dann bekommst du die da auch wieder zurück!"
     Verdammter kleiner Dieb!
     Ich sprang auf ihn zu und drückte ihn fest gegen die Wand. "Was glaubst du, was du da tust? Mich beklauen? Hast du den Verstand verloren? Ich kaue dich durch und spucke dich wieder aus, bevor du 'Notenschlüssel' gesagt hast!"
     "Jetzt mach dich mal locker, das war doch nur ein Spaß!", meinte er und steckte mir das Portemonnaie wieder in die Tasche. "Ich bin kein Dieb. Ich beschenke andere viel lieber, statt sie zu beklauen!"
     "Das würde ich dir auch raten!" Ich war wütend. Ich wurde noch nie beklaut (höchstens von Tedd, aber der durfte ja alles) und ich empfand es als Beleidigung, dass so ein Kerl dachte, er hätte ein leichtes Spiel mit mir. Auch noch Erpressung! Wer war hier der Meister in solchen Sachen? Eins war klar. Dieser Typ hatte keine Ahnung, zu was ich fähig war. "Das Handy auch!"
     "Oh, natürlich", grinste er weiterhin. Er schien keine Angst vor mir zu haben. "Ich will doch nur die Nummer von deinem Chauffeur!"


     Ich weiß nicht, wieso, aber ich musste plötzlich lachen. Anjel erinnerte mich an mich selbst. Ich hätte früher auch jeglichen Blödsinn angestellt, um an Tedd heranzukommen. "Du bekommst sie", sagte ich, lockerte aber meinen Griff an seinem Kragen nicht. "Was hindert dich überhaupt daran, ihn anzusprechen?"
     "Ich bin ein schüchterner Typ", zwinkerte er mit den Wimpern. "Nicht jeder ist so ein Draufgänger wie du!"
     Ich glaubte ihm natürlich kein Wort (wer hat wen halb taub gequasselt?). "Pass mal auf. Ich sage es dir nur einmal und werde mich nicht wiederholen! Ich -"
     Plötzlich drehte sich die Erde unter meinen Füßen. Ich wurde in die Luft geworfen und landete hart auf dem Boden. Noch bevor ich auf dem dreckigen grauen Asphalt aufschlug, wusste ich, wem ich das alles zu verdanken hatte.
     Ich hörte Anjels herzhaftes Lachen, das allerdings nach und nach stiller wurde, bis es völlig verstummte, sobald die Tür hinter ihm zuging. Scheiße, mein Handy, fluchte ich leise. Er hat es doch mitgenommen!
     Ich richtete mich mit Mühe auf. Mein kleiner Go-go-Tänzer stand vor mir und sandte mir tödliche Blicke zu. Ich biss mir sofort auf die Zunge, um nichts zu sagen, was ihn reizen könnte. Er war natürlich nicht so taktvoll.
     "Du vögelst also doch alles, was bei drei mit dir im Hinterhof landet!", bellte er mich an.
     Ich lockerte meine Krawatte. "Höre ich da etwa Eifersucht in deiner Stimme?"
     "Ha! Soweit kommt's noch!" Er wurde nicht rot, wie ich erwartet hatte, aber dennoch war sein Blick nicht so standhaft und kalt, wie er ihn einschätzte. "Eifersucht kommt von Liebe! Man müsste jemanden lieben, um eifersüchtig zu sein!"


     "Verstehe. Du bist also ein kleiner Romantiker, nicht wahr?
     "Wieso das denn? Ts.. Ich pfeife auf Kerzen und Rosen und so einen Scheiß!"
     Ich trat auf ihn zu und er machte einen Schritt zurück. "Man muss nicht lieben, um Eifersucht zu empfinden. Das wirst du noch lernen, mein Kleiner! Man kann auch einfach nur begehren. Und das, was man begehrt, teilt man nicht gern."
     "Was hat das mit mir zu tun?" Ben machte einen weiteren Schritt zurück, aber ich sah ihm an, dass ihm schnell bewusst wurde, dass die Wand hinter ihm einen weiteren Rückzug von ihm verhindern würde.
     "Du begehrst mich!", sagte ich und genoss seinen wütenden Blick, der den erneuten Ausbruch des Ben-Vulkans voraussagte. "Und ich begehre dich!", fügte ich hinzu.
     Damit war er etwas überfordert und er wich meinem Blick aus.
     "Was glaubst du, wie ich mich gefühlt habe, als du vorhin vor so vielen Frauen und Männern gestrippt hast?"
     "Ich habe nicht gestri-"
     "Ich hätte sie am liebsten alle umgelegt." Er schluckte verlegen und murmelte etwas davon, ich hätte nicht alle Tassen im Schrank. "Jeden, der dreckige Gedanken mit dir hatte, während du getanzt hast.. Du hast gut getanzt. Sehr gut sogar!" Nun murmelte er etwas von einem Allround-Multitalent, und dass ich so etwas natürlich längst hätte merken müssen. "Aber das war das erste und das letzte Mal. Ich erlaube dir nämlich nur eins: Für MICH oder auf MIR zu tanzen und sonst nichts."


     Der böse Funke zwischen uns war sofort wieder da. "Mir wird keiner etwas erlauben, oder verbieten!"  Er ballte die Hände zu Fäusten, bereit mich zu schlagen. "Ich wurde nicht geboren, um dir zu dienen, kapiere das endlich! Kotzbrocken wie du ekeln mich an! Du glaubst wohl, du kannst dir alles kaufen, was? Ich scheiße auf dein Geld! Ich bin ein freier Mann und ich werde nur das tun, was ICH will! Wenn ich Lust auf Frauen habe, dann werde ich Frauen vögeln und wenn ich Männer will, werde ich - "
     "Aha. Hast du schon mal einen Mann gevögelt?", beendete ich sein unsinniges Vorhaben mit einer genau so unsinnigen Frage.
     Er wirkte wieder verdutzt, blieb aber stur und trotzte mir weiterhin frech: "Ich werde es schon lernen.. WENN ich je Lust darauf bekomme! Und ich lerne es von jemandem, den ICH dafür auswähle! Ich werde mir bestimmt nicht von dir befehlen lassen, wann und mit wem ich vögeln darf und wann nicht!"
     Er machte eine Pause, um Luft zu holen. Ich nutzte die eingetretene Stille zwischen uns..
     .. und pfefferte ihm eine.
    Der Schock in seinem Gesicht war noch größer als beim ersten Mal, als ich ihm aus heiterem Himmel eine Ohrfeige verpasst hatte. Er starrte mich an, als hätte er nicht verstanden, wieso er sie kassiert hatte. Ich lächelte ihn an..


     .. und rannte weg.


     Binnen weniger Sekunden gelangte ich durch eine schmale Gasse auf die Hauptstraße, die mittlerweile leer geworden war, und steuerte den Parkplatz an, auf dem sich mein Wagen befand. Ich wusste nicht, ob Ben mir sofort nachrennen würde, um mir die Ohrfeige zurückzuzahlen, doch als ich mich nach einigen Metern umdrehte, sah ich ihn tatsächlich nicht weit weg hinter mir. Er war wütend und vermutlich fest entschlossen, mich zu Brei zu schlagen.
     Er verfolgte mich bis auf den freistehenden Parkplatz. Um die Uhrzeit parkten hier vielleicht 3 Autos und meine Limousine. Ich steuerte sie direkt an.
     "Du bist sowas von tot, Yagi!", brüllte Ben hinter mir und ich spürte beinahe schon das Knacken der Knochen, die er mir ganz sicher brechen würde. In der Hektik schaffte ich es tatsächlich, meine Autoschlüssel im Mantel zu finden und ich drückte blind auf die Fernbedienung. Die Fernlichter blinkten kurz auf und der Wagen piepste leise. Blind betätigte ich auch noch einen zweiten Knopf auf der Fernbedienung und die Hintertür ging auf.
     Dann machte ich halt und drehte mich um. Im selben Moment hatte Ben mich eingeholt und knallte mir eine auf die linke Wange. Verdammt nochmal, was für ein Schlag! Ich spürte meine Zähne nicht mehr. "Du Mistkerl! Ich bring dich um!", schrie Ben, während er mich umkreiste. Er erwartete vermutlich, ich würde mich wehren, zögerte aber keine Minute, als ich ihm auch noch die rechte Wange hinhielt, und schlug mich erneut.
     "Jetzt sind wir quitt!", spuckte ich etwas Blut, während ich versuchte, meinen Kiefer zurechtzubiegen. Weiße Wölkchen bildeten sich vor meinem Mund, die stechende Kälte tat meinen Lungen gar nicht gut.
     "Einen Scheiß sind wir das!" Ben trat gegen meinen Wagen. Er atmete schwer. "Ich werde dir noch zeigen, was es bedeutet, mich zu ohrfeigen!"


     Ich lächelte. "Ich fürchte, solange du dich wie ein wildgewordener Stecher benimmst, werde ich das noch öfters tun müssen. Aber ich gebe dir einen Vorsprung! Komm, schlag mich ruhig, solange du willst!"
     "Da kannst du Gift drauf nehmen!" Voller Wut sprang er auf mich zu und seine Faust erwischte meine rechte Wange erneut. "Und wen nennst du hier einen wildgewordenen Stecher?"
     Einen Schlag erlaubte ich ihm noch. Danach - obwohl es in meinem Kopf mächtig donnerte - packte ich ihn am Kragen seiner Jacke, die er über dem bunten T-Shirt trug, und warf ihn in den Wagen hinein. Noch bevor er etwas unternehmen konnte, stieg ich ebenfalls ein und verriegelte die Tür.
     Im Wagen war es dunkel und kalt, ich betätigte also einige Schalter auf der Rückbank, womit ich die Beleuchtung, sowie die Klimaanlage einschaltete. Ben warf sich sofort auf mich und schlug weiterhin auf mich ein, aber der Wagen war alles andere als ein geeigneter Kampfplatz. Dass ich mich weiterhin nicht wehrte, machte ihn gleichzeitig so konfus, dass er schon bald von selbst aufhörte.
     Beide schnappten wir nach Luft. Danach öffnete ich den kleinen Kühlschrank, der zur Innenausstattung des Wagens gehörte, und holte Cola heraus. "Willst du was trinken?"
     "Ersticke daran!"
     Als ich sie aber öffnete und einen Schluck nahm, riss er die Flasche an sich und trank den Inhalt in einem Satz. Danach warf er sie auf den Boden. "Lass mich raus, du Scheißkerl!.. Wieso grinst du so bescheuert?", brüllte er erneut, als ich ihm ein weiteres Lächeln schenkte.


     Ich zog meinen Mantel aus. "Du bist doch nur sauer, weil ich dich noch nicht geküsst habe."
     Das schien ihm wieder einmal die Sprache verschlagen zu haben. "Du kannst mich sowas von am Arsch lecken!", spuckte er danach heraus.
     "Vorsicht, mein Lieber, in der Gegenwart eines Mannes wie ich klingt das durchaus wie eine Einladung, der ich nur allzu gern nachgehen würde!"
     Er schlang schützend die Hände um sich herum. "Geh doch deinen anderen Lover ficken, wenn du schon so notgeil bist!"
     "Ich habe keinen anderen Lover", sagte ich und machte es mir auf dem Rücksitz bequem. "Ich warte nur auf dich."
     "Du kannst warten, bis du schwarz wirst!"
     "Ich verstehe nicht, was dein Problem ist", seufzte ich. "Ich gebe dir hier die ultimative Möglichkeit, zu verstehen, wie es zwischen den Männern funktioniert, damit du dich von mir aus auch weiterbilden kannst und du weist mich ab? Wen willst du denn als Lehrer? Einen dürren Jüngling, der es dir reinsteckt und danach wegrennt? Oder einen alten Kerl, der dich mit seinem sauren Atem -"
     "Jeder wäre besser als du!", keifte er.
     "Keiner ist besser als ich", widersprach ich. Ich ließ mir nicht anmerken, dass mich seine Worte schon irgendwo getroffen hatten. Ähnlich wie Tedd in seinen früheren Künstlerjahren, als er einst öffentlich verkündet hatte, er würde lieber mit der ganzen Armee vögeln, statt einmal mit mir. "Komm, versuche es. Keiner wird es dir so besorgen wie ich."
     Ben spannte sich wie eine Schnur. "Ich will nicht, dass du.. es mir besorgst!"
     "Sondern?"
     Ich sah ihm an, dass er die richtigen Worte suchte. Er fand sie aber nicht, weil er letztendlich völlig gefrustet herausschrie: "Wenn hier jemand einlocht, dann bin es ja wohl ich!"
     Ich fing an zu lachen. Die Vorstellung an sich war dermaßen komisch, dass ich mich nicht halten konnte. "Du willst.. ? Du willst.. einlochen?"
     Ben errötete wieder einmal. "Ja. So und nicht umgekehrt wird es sein. Nimm es, oder lass es sein. Ich bin nicht schwul, also werde ich mich auch nicht wie einer benehmen. Ich bin der Mann. Ich.. loche ein!"


     Ich lachte immer noch. "Wenn du von Golf reden würdest, würde ich dich ernst nehmen."
     Ben rüttelte verlegen an der Tür, fand aber die Verriegelung nicht. Ich schnappte ihn mir und zwang ihn dazu, sich auf mich zu setzen. Er weitete die Augen, als er mein hartes Teil zwischen den Beinen fühlte. "Diese Position ist richtig", sagte ich. Dann breitete ich die Beine aus und drückte Bens Hüften zwischen meine Schenkel. "Das hier ist lächerlich."
     "Gefällt mir aber besser!", maulte Ben. Ich zwang ihn jedoch wieder in die erste Position, sodass er auf mir saß. Ich griff nach seinem Hintern, der in der weißen Hose versteckt war, und drückte ihn fest, bis er zuckte. Dann fing ich an, mich unter ihm zu bewegen.
     "Ich will in dir sein!", sagte ich ganz nah an seinem Gesicht und stieß mit meinen Hüften in einem leidenschaftlichen Rhythmus gegen seinen Hintern. "Ich will dich auffüllen. Ich will sehen, wie du unter mir vor Lust weinst, ich will, dass du dabei meinen Namen stöhnst, während du dank mir den Verstand verlierst.. und wenn ich dann in dir komme, will ich für immer und ewig ein Teil von dir bleiben.. und ich will, dass dir bewusst wird, dass du mir gehörst, während du in der Ekstase badest, die ich dir bereitet habe! Und du wirst nie wieder einen anderen Mann wollen.."
     Er stöhnte auf und rieb sich - unbewusst - an mir. Dann riss er erneut die Augen auf, denn er spürte, dass das Schwert in meiner Hose immer größer wurde. Er bekam Angst von dem, was ihn verletzen könnte und ich konnte mir den Gedanken nicht verkneifen, dass er eine Erfahrung dieser Art bereits hinter sich hatte. Eine schmerzhafte Erfahrung.. und nach dem, was Kou mir erzählt hatte, war er dabei wohl nicht einmal in einem sexreifen Alter gewesen.


     Ich ließ ihn los, aber er unternahm nichts, um von mir herunter zu steigen. Er kämpfte gegen sich selbst, als er mir in die Augen schaute. "Wenn es so toll ist, wie du es beschreibst, wieso kann ich es nicht machen und du erlebst all das geile Zeug, das du dir für mich ausgedacht hast?"
     Ich streichelte seine rote Wange; sie trug die Spuren meiner Ohrfeige. "Zum einen empfindest du das nicht genauso wie ich. Du willst nur.. lernen.. Zum zweiten: du bist mindestens 15 Jahre zu jung dafür und zum dritten.." Ich machte eine Pause, um eine ganz besonders schlimme Erinnerung wegzuscheuchen. "Zum dritten: Ich habe mir geschworen, dass ich so etwas niemals wieder jemandem erlauben würde."
    Ben starrte mich mit einer Prise Mitleid an, was mir nicht gefiel. "Hat man dir auch weh getan?", fragte er und das auch in seiner Frage bewirkte, dass ich mich für die  Ohrfeige, die er vorhin von mir bekam, hasste. Ich wollte ihn doch nicht verletzten und er sollte mich nicht als jemanden in Erinnerung behalten, der ihm Schmerz bereitete. Nur Lust. Nur die sollte er von mir bekommen.
     "Nein", sagte ich. "Nicht.. so, wie du denkst."


     Wir saßen eine Weile in aller Stille da und sahen uns an. Ohne Hass in den Augen. Einfach so. Wie zwei Männer. Nicht mehr und nicht weniger.

 

     Die Klimaanlage tat ihre Arbeit, und Ben zog seine Jacke aus, als ihm zu warm wurde. Das knallbunte T-shirt lächelte mich an. "Diesen Stofflappen würde ich nicht eimal zum Putzen verwenden", meinte ich plötzlich. "Das ist ein echter Lustkiller, wenn du mich fragst."
     "Ich frage dich aber nicht!", zickte er. Sein Atem roch nach Alkohol. "Mach mal das Licht aus!"
     "Wozu?"
     "Du wirst schon sehen!"
    Ich schaltete die Innenbeleuchtung aus und nach einer Weile fing das Shirt an, zu leuchten.


     "Das meinst du jetzt nicht ernst, oder?", lachte ich.
     Ben schmiegte sich an mir hin und her. "Ich werde dich nicht in einem voll beleuchteten Wagen küssen, egal ob er blickdichte Scheiben hat, oder nicht!"
     Erregung durchfloss mich wie ein Blitz. Die Dunkelheit um uns herum und das schwache bunte Licht, das von dem T-shirt ausging, vor allem aber Bens Gesicht, so nah an meinem, machten mich unheimlich scharf. "Das.. bedeutet ja, dass du mich.. küssen WILLST", brachte ich noch heraus. "Denn du machst ja immer nur das, was DU willst."


     "Aber hallo", grinste er. "Und dafür, dass du mich geschlagen hast, wirst du dich heute für mich ausziehen, du verfluchter Imperator! Heute bin ich an der Reihe, dich nackt zu sehen! Das schuldest du mir noch.. wenn wir wirklich quitt sein wollen."
    "Ausziehen? Ganz? Nackt? Hier? Ich bin empört!", lachte ich und suchte mit dem Mund seine Lippen. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass sich diese Nacht so sehr zu meinem Vorteil entwickeln würde.


     "Naja.. fast nackt", sagte er. "You can leave your hat on!"


     Ich konnte es kaum noch erwarten...

 

 

 

5.2.2 - Jingle Balls Part 2 - ENDE

So, Leute, sorry, dass ihr dafür so lange warten mussten, bzw.

dass die Seite hier nicht mitgemacht hat.

 

Wenn ich mir das alles so anschaue, werde ich wirklich erstmal wieder

Pause machen, heute habe ich fast nix anderes getan, nur mich hiermit beschäftigt..

Ich brauche dringend Geld, sonst kann ich ja in dieser Gesellschaft nicht überleben

und ich bin mit meinem neuen Projekt eh schon viel zu spät dran..


Einen festen Termin für 5.2.3 gibt es daher erstmal nicht.

Ich werde VERSUCHEN, etwas an WEIHNACHTEN zu schreiben, vorher gibt es nix.

Tut mir leid, aber ich muss einfach bisschen Gas geben, um zu überleben..

 

Hoffe, ihr versteht das... ;_;

Extrabildchen zu Weihnachten wird es vllt dennoch geben,

mal schauen, klickt ab und zu vorbei.

 

Ich wünsche euch eine wunderschöne Adventszeit, ihr Schneggen!!!!!!!!!!

♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥ *wink* ♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

 

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Kommentare: 17
  • #1

    Genis (Dienstag, 20 November 2012 00:49)

    ahh gott
    da hast sich das aufbleiben gelohnt
    wie würde tedd sagen: scheiß auf (schul)aufgaben XD
    viel wichtiger ist der spaß
    und den hatte ich grade beim lesen des kapitels
    *.*
    einfach mega klassr
    ich liebe die Beiden einfach.
    so wie sie sind, mit allem drum und dran
    oder ohne was x33
    *grins*
    gott wie gerne würde ich bens auftritt sehen *.*
    also nicht nur vor meinem geistigen auge x33 *sabber*
    er sieht auf dem bild sooo verdamt sexy aus
    *schmacht*
    und am ende das..uhhh...
    ja du willst ihn ben
    wer würde norio nicht wollen (außer tedd XD)
    okay außer norio flachlegen
    ich würde mich lieber flachlegen lassen x333
    (klingt grade escht komisch XD)
    und ich würde genau wie norio wohl etwas lachen ^^°
    so mag ich es auch lieber *.~
    und wenn ich jetzt schlafen geh
    träum ich hoffentlich von der fortsetzung im wagen x333333
    *nyom*


    überrascht hat ich allerdings dsa norio daniel begandigen will *es mal so nenn* XD


    und nebebbei vielleicht noch Kurt und Nathiel x3
    haha
    frech der kerl
    klaut der einfach norios geldbörse
    XD
    aber schöner name x3
    *den namen mag*

    bin mal gespannt was da noch kommt
    aber bis dahin
    Norio X Ben 4 Ever


    und bis dahin..
    stress dich bitte nicht süße
    und denk auch an dich
    *lieb hab*
    chuuuuu

  • #2

    Emmalyn (Dienstag, 20 November 2012 01:37)

    KYYAAAA^^

    Darauf, hab ich mich so gefreut! Wie Genis schon sagte - das aufbleiben hat sich gelohnt. Blos gut, hab ich morgen frei (auch wenn ich da eigentlich für die Prüfung lernen sollte :P)

    Schon als ich oben drüber "Norio" gelesen hab, bin ich in leichtes Quietschen ausgebrochen. War auch ganz toll, mal seine Sichtweise zu lesen, die war ja bis jetzt noch ni so ausgeprägt vorhanden. Ich hätte nur gar ni gedacht, dass er nen SO kurzen Geduldsfaden hat. Der is ja ständig drauf und dran jemanden umzubringen XD
    Ich war allerdings auch überrascht, dass Norio Dan zurückhaben wollte. Ich hätte gewettet, dass der für ihn schon deswegen gestorben ist, weil der versucht hat Tedd was anzutun... Wohl doch nicht.
    Das Ende des Kapitels war auch auf jeden Fall der totale Knaller. Dass Ben ihn jetzt doch von allein küsst? ^___^
    Außerdem fand ich es auch so klasse, wie man ganz kurz mal bei Ben die Verletzlichkeit durchblitzen sah, da will man ihn glatt in den Arm nehmen! Awwww...
    Auf jeden Fall bin ich gespannt wie sich das im Wagen fortsetzt *breites Grinsen*
    Aber ich frage mich: War der Schreibstil hier an manchen Stellen wirklich so anders als zuvor oder hab ich mir das eingebildet???

    Bis es jedenfalls zu einer Fortsetzung kommt, schließe ich mich an:
    Keinen Stress! Ich freue mich einfach auf eine Fortsetzung, sobald es dann eine gibt.
    Vielen Dank für das tolle Kapitel!

  • #3

    Angelheard (Dienstag, 20 November 2012 07:01)

    Der Part war so dermaßen hammer geil XD.
    Bin so begeistert ♥♥♥
    Jetzt bin ich richtig neugierig geworden, was in der Nacht der beiden noch so gelaufen ist.
    Auch Bens Vergangenheit wirft jetzt einige Fragen auf.

    Stress dich nicht mit dem nächsten Part, wir warten gerne und Geldverdienen ist ja auch sehr wichtig um zu überleben.

    Und danke, dass du dir so viel Zeit genommen hast um das Problem mit dem Part zu beheben.

    Sei ganz ♥lich geknuddelt.

    Liebe Grüße Angel

  • #4

    Hiji (Dienstag, 20 November 2012 19:10)

    LIEBE!
    GANZ HARTE LIEBE!

    Ich konnte so viele Sprüche nun von ihm zitieren, Twitter oder sonst wo! Alter, ich hab ihn so vermisst ... ich muss immer wieder die Mangas mal anschauen und dann sehe ich mein großes Baby Norio und arwwww~
    Klar, ich mag Ben auch und ich gönne es ihm auch mit ihm, aber ... NORIOOOOOOOOO *3*

    Ich finde es auch gut, dass nun etwas das eigentliche Chaos bei ihm heraus kam. Von wegen er kriegt kaum was auf die Reihe und so, selbst wenn er wieder so "cool" tut, merkt man auch einfach das einiges bei ihm passiert ist, dass er zu kämpfen hat und genau das mag ich~

    Er ist nicht der große reiche Typ, dem alles zu Füßen liegt - sondern auch das Schattenseiten hat, die ganze Sache vom Manga etc.
    Und ich denke wenn da nicht Ben gewesen wäre, hätte er seinem Brüderchen auch richtig zugehört ;) Ach Kou, wenn du es wüsstest, würdest du es ganz bestimmt verstehen <3

    *an Norio kleb* Und wenn du mich kennenlernen würdest, würdest du MICH wenigstens als Frau toll finden und wenn ich nur ein "Kumpel" wäre x'D <333

  • #5

    feinenina (Donnerstag, 22 November 2012 00:00)

    okey.... ich bin noch wach... jetzt wieder .... sprachlos.... oh .... so .... grrrrrrrr HOT!!!!!!
    Ich.... verneige mich vor dir *bow*
    nächstes mal nehme ich mich auf wärend ich das lese, das war ein einziges gequietsche und gekichere und rote-backe-lächeln,
    soll ich das noch mit drunter setzen? ach was ich tus einfach :-D
    zofia, du hast mich wahnsinnig glücklich gemacht, danke!

  • #6

    Vivi (Samstag, 24 November 2012 17:01)

    Hi Liebes,
    vielen Dank auch für dieses tolle Kapitel.
    Ich wünsche dir in nächster Zeit viel Erfolgt!
    ... you can leave your head on .... wirklich genial ... ich muss jetzt noch schmunzeln ...
    Ganz liebe Grüße

  • #7

    sophieadams (Freitag, 30 November 2012 19:10)

    Kann mich den Vorkommentatoren eigentlich in allen Punkten nur anschließen: Klasse Kapitel! Mal so ganz "hautnah" Norios Sicht der Dinge zu lesen, ist sehr spannend. Zudem waren wir ja alle mehr als interessiert zu erfahren, was da los war, als Kou ihn angerufen hat ;)
    Und dass wir uns länger gedulden werden, weil du - wie jeder Mensch - nunmal Geld zum Leben verdienen musst, ist jawohl absolut selbstverständlich. Also egal wie lange wir warten: Du wirst uns nicht mehr los :-P ♥
    Wenn ich nur meine Neugier ein bisschen besser im Griff hätte ;) Denn natürlich würde ich trotzdem gern sofort weiterlesen ;)
    Was mir allerdings mal gar nicht passt, ist Norios Angebot an Seniq - ich weigere mich jetzt mal aus Prinzip ihn beim Vornamen zu nennen ;)
    Okay, es geht nicht nur um ihn sondern auch um seine Firma und eine Menge Angestellter ... ABER das ist mir grad völlig egal. Der Kerl hätte Tedd fast lebenslang in den Knast gebracht! Dem bietet man nicht an, ihn aus dem Gefängnis zu holen und ihm seinen vermutlich auch noch schweinegut bezahlten Job zurückzugeben.
    Und jetzt verdräng ich diesen Punkt ganz schnell wieder und konzentrier mich auf Ben, Norio und Joe Cocker ;)

  • #8

    Xion (Freitag, 26 Juli 2013 20:43)

    Hallihallo.

    Gott hatte ich lange keine Zeit mehr zum lesen und dementsprechend auch erst jetzt das Kapitel hier gesehen. Und auch wenn ich sonst nicht der Kommischrreiber bin dachte ich ich machs mal XD

    Das Norio Daniel rausholen will finde ich ätzend. Auch wenn ich es nachvollziehen kann das es sicher nicht leicht ist jemanden zu ersetzen der derart viel im Privaten und beruflichen für einen getan und organisiert hat. Trotzdem glaube ich das Norio das bereuen würde. Schließlich müsste er ja immer in Angst leben das Dan ihm süße, kleine Tabletten in den Drink tut und er dann erst wieder im Privatjet zu der angelegenen Insel aufwacht.
    Das Bild mit den X Zigaretten im Mund find ich übriegens klasse XD
    Ach die Verknüpfung zu dem 6.5. Part is herrlichst *____* Ich mag Kurtis jetzt schon und er kann gerne noch öffter auftauchen ^^ (Erstrecht bei dem angedeuteten Interesse das er an Kou gezeigt hatte) Auf jeden Fall würde ich gerne sehen wie er auf den Anruf oder die sms des DJ´s reagiert X3

    So zum Mainpart dieses Kapitels. Damit bin ich nicht ganz so glücklich. Den Teil in der Disco und Bens Tanzeinlage mag ich (Wenn du mal viiiiel Zeit hast MUSST du dazu ein Gif machen das ein bisschen action zeigt ;) ). Was mir gefehlt hat ist ein Bild von Anjel.
    Der Teil womit ich etwas unglücklich bin ist ab dem Hinterhof. Ich finde es wirkt etwas, naja, gehetzt geschrieben, halt nicht ganz so superliebevoll ausgearbeitet wie sonst immer. Hauptsächlich kommt das Bens Verhalten zu lasten. Es ist irgendwie nicht so ganz logisch. Was natürlich Sinn ergibt bei der Menge die er getrunken haben muss. Aber das er an-/betrunken ist ist eben nicht so wirklich dargestellt. (Weder in Sprache, Verhalten Kraft/Zielgenauigkeit seiner Schläge). Wenn du jetzt aber vorhattest ihn nüchter sein zu lassen, finde ich sein Verhalten erstrecht etwas konfus. Er wehrt sich relativ wenig (für seine Verhältnisse) und geht Norio für eine nüchterne Person zu schnell in die Falle. Am verwirrendsten fand ich aber seine Aussage bzgl. dem schlafen mit Männern. Wo er beim letzten mal ja noch 100% darauf bestanden hat Hetero zu sein ist seine Meinung hier seeeeeehr abgewichen. Und ich glaube auch wenn er ein inneres Zwiegespräch mit sich hatte und seine Meinung ändern würde ist Ben nicht der Typ der das Norio gegenüber so einfach zugeben würde. Dazu schätz ich ihn als zu stolz ein.
    All die Kritik soll jetzt aber nicht heißen das ich den Teil/das Kapitel nicht mochte! Mit nichten ich finde die Szene zwischen Norio und Ben auch sehr....lecker (*hust* Mir fällt einfach kein besserer Begriiff ein ^^" *hust*). Nur halt irgendwie als ob was fehlt.

    Aber da mag ich nicht zu sehr urteilen, weil am ende kennt keiner deine Charaktere und ihr (komplexes) Gefühlsleben besser als du. ^^
    Deswegen weiter so! Ich freu mich wenns hier weitergeht, obwohl ich das Valentinsspecial natürlich auch sehr genieße.

    lg Xion

  • #9

    S0nnenwende (Dienstag, 25 Februar 2014 18:37)

    Hallo!
    Ich finde es supper klasse das der Manga in dieser Form seine fortsetzung findet, hab deswegen die ganze Nacht gelesen nachdem ich es entdeckt habe.

    Das Norio sich wohl genauso in Ben verliebt hat wie sein Bruder in Tedd,
    einfach genial und der Schreistil ist klasse. :-)
    Weiter so!

    lg S0nnenwende

  • #10

    Demi (Freitag, 28 Februar 2014 16:10)

    Huhu, erstmal wollte ich mich bei dir für die tolle Fortsetzung bedanken, ich habe alle Bänder mit großer Begeisterung gelesen und natürlich auch die Fortsetzung als Romangan ^^ KI ist bis jetzt einfach der beste Manga was ich gelesen habe. An manchen Stellen brachte es mich zum lachen und an manchen Stellen zum weinen, so viele Gefühle treffen auf einem ein während man es liest, aber trotzdem biegst du die Bögen wieder xD ( ich hoffe du verstehst was ich damit meine )
    Man denkt am Ende eines Bandes oder Kapitel, das man es verstanden hat und den Durchblick hat, um nur im nächsten Band oder Kapitel auf die Fr*** zufliegen :D Das habe ich bis jetzt in keinem Manga gesehen.
    Ich kann mich nur wiederholen, dein Werk was du erschaffen hast, ist perfekt und für mich und wahrscheinlich für viele andere Leser nicht übertreffbar!!!
    Ich freue mich schon wenn es bald wieder weiter geht und du uns von einem in den nächsten Gefühlschaos förderst ^^
    Liebe Grüße
    Demi

  • #11

    Dirk Hoffmann (Donnerstag, 26 Juni 2014 17:22)

    Aber Hallo !
    Da wundere ich mich wirklich das es die Vortsetzung nur auf dieser Webseite gibt !
    The Killing Jago Story verlangt wirklich nach einer Rückkehr, auf etwas handfestem !

    Hoffe immer noch das es irgendwann in Richtiger Magapapierform weitergeht !
    Gruß, Dirk !

  • #12

    Cari (Samstag, 23 August 2014 16:32)

    Ach ich glaub ich hab das jetzt zum 9x gelesen xD
    Ich liebe diese Fortsetzung hier. *-*
    Ich würde auch sehr sehr gerne weiter lesen.
    Hoffentlich findest du bald mal wieder die Zeit, dieses Meisterwerk weiter zu führen.

    Danke für deine ganze Anstrengung. <3

  • #13

    the-killing-iago-story (Montag, 25 August 2014 13:09)

    Vielen Dank, ihr Lieben!

    ich hoffe, dass ich iwann weiter schreiben kann ;3;
    I miss my boys!

  • #14

    Peggy (Donnerstag, 11 September 2014 08:10)

    Oh, gesehen hier gings ja noch weiter. =)
    Ich hoffe auch, dass du iwann (gleich?) weiterschreiben kannst. ;)

    lg

  • #15

    Hisoka (Freitag, 26 Dezember 2014 12:43)

    Hallo erstmal
    Ich finde deine Geschichte super gut,hab alles kopiert damit ich es immer bei mir hab,ich musste oft weinen,mach dir kein stress,hoffe du findest bald zeit dafür
    *kuss*

  • #16

    Ewelyne (Donnerstag, 26 Januar 2017 16:19)

    Wann geht es weiter??? >.< Ich warte und warte und warte.... ich finde diese story einfach soo toll ich könnte sie wieder und wieder lesen.... bitte mach bald weiter <33 ich wünschte auch das ich es in buchform kaufen könnte.... falls du das ma vor hast sag mir bescheid ich auf es aufjedenfall!^^

  • #17

    Ewelyne (Montag, 06 März 2017 17:30)

    hallo, sry wenn ich schon wieder frage, aber geht es in nächster zeit weiter?? >.< ich wünsche mir das es bald weiter geht... bitte hör mit der story net auf ...


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